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IAR-IPR bei EnRicH 2019

Am 1. bis 5. Juli wurde in Zwentendorf (Österreich) bereits zum zweiten Mal der European Robotics Hackathon (EnRicH) ausgetragen. EnRicH bietet die einmalige Möglichkeit, die eigenen Robotersysteme in echten Szenarien testen zu können.

Das einzige, nie in Betrieb gegangene Kernkraftwerk Österreichs stellt für EnRicH eine hervorrangende Kulisse dar. Hierbei war auch das IAR-IPR als Bestandteil des Teams "KIT ROBDEKON" vertreten. Dennis Hartmann und Michael Mende haben sich gemeinsam mit Martin Brandauer vom KIT-Programm NUSAFE den Herausforderungen in radiologischen und nuklearen Szenarien gestellt.

 

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Das Team "KIT ROBDEKON" mit dem GammaBot: Michael Mende, Dennis Hartmann, Martin Brandauer (v.l.n.r.)

 

Die bei EnRicH zu lösenden Szenarien gliederten sich in Kartierung, Manipulation, sowie Search and Rescue, wobei der Fokus des Teams auf der Kartierung der Anlage und der Lokalisierung von Strahlungsquellen lag. Unser Robotersystem GammaBot vereint ein Multisensorsystem aus mehreren Lidar- sowie ToF-Sensoren und RGB-Kameras mit einer Wärmebildkamera und einer spektrometrischen Gamma-Kamera, um eine umfassende geometrische und radiologische Erfassung von kerntechnischen Anlagen vornehmen zu könnnen.

 

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Roboter im Szenario vor dem Eingang des Reaktorraums

 

Der eigentlichen Veranstaltung ging eine sehr arbeitsreiche Woche voraus, in der im Anschluss an die ROBDEKON-Eröffnungsfeier das dort erstmals vorgestelle System weiter umgebaut und auf die Szenarien von EnRicH vorbereitet wurde. Nach der Aufbauphase und ersten Tests am Wochenende fand am ersten Veranstaltungstag die Begehung der Szenarien durch die Teamleiter statt. Am nächsten Tag folgten zwei halbstündige Testläufe mit Begleitung des Roboters durch ein Teammitglied, bei denen erste Erfahrungen im Parcours unter direkter Kontrolle durchgeführt werden konnten.

 

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Gemeinsame Situationsanalyse während des ersten Laufs

 

Interessant waren der dritte und vierte Tag, an denen die eigentlichen zwei Wertungsläufe in den abgesperrten, mit Strahlenquellen ausgestatteten Szenarien stattfanden. Parallel konnte die Sensorik der Robotersysteme sowohl im Außenparcours als auch beim mit verschiedenen, schwach radioaktiven Quellen beim Strahlenschutz vorgenommen werden.

 

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GammaBot im Vergleich mit dem größten bei EnRicH vertretenen System der Firma Brokk

 

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Strahlenmessung mit Ba-133 Präparat im Zelt des Strahlenschutzes

 

Insgesamt konnten in der ereignisreichen Woche unschätzbare Erfahrungen gesammelt werden. An dieser Stelle auch einen besonderen Dank an den Veranstalter Fraunhofer FKIE, den Strahlenschutz für die große Geduld bei unseren Tests mit der Gamma-Kamera und das Österreichische Bundesheer für die Unterstützung und Objektsicherung, ohne die eine solche Veranstaltung überhaupt nicht möglich gewesen wäre.

 

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Abendliche Kulisse des Kernkraftwerks